Gast: Thor

Zu Gast war ein „Thor“ Four Winds Hurricane…

Weitere Info´s zum Fahrzeug gibt es HIER...

…dass RV hat ein Chevrolet P-Serie Chassis welches von einem 300 Ps starken Vortec 7400 Big Block Motor, einem 4L80E Getriebe und einer Dana 80 Hinterachse in Bewegung versetzt wird. Im Jahr 2000, wurde das Fahrzeug in den USA zusammengetackert und wenige Jahre später nach Deutschland eingeführt. Eingeführt…klingt…naja…überführt…importiert….? Na Ihr wisst schon…

Der „Thor“ kam hauptsächlich zu Besuch, um den Antrieb auf Bi-Fuel umzurüsten.

Das schöne an diesem Projekt war, der Besitzer stellte sich als kompetentes Kerlchen heraus, so das aus einer geplanten „one Man show“ eine gut funktionierende Teamarbeit wurde.

Soa…es ging dann als erstes damit los, das man sich die Gegebenheiten am Fahrzeug anschaute um dann z.B. über einen „Proffi“ Tankrahmen nachzudenken…

…sowas kommt am Ende raus. Wärend der eine sich dann um Schutzlack und so kümmerte, tat der andere mal die Motorhaube wechbauen.

Joa…toll…wie geht das nu kaputt? Vielleicht so…?

Joa…kann man schon gelten lassen…nun der Versuch…einer Gasanlagenschnellinstallation…

…einfach Kabelbaum reinwerfen und……nä…..nix mit schnell…funzt nix….hmpf…

Dann 8x Löcher gebohrt…8x Gewinde geschnitzt…Einblasnippel eingeklebt…trocken lassen…
Wichtig bei sowas…immer genug Nervennahrung…

Bissl Blech gekantet und paar Löcher rein gebohrt…

…und dann da hinter…

…versteckt…

Über die beiden Tankstutzen wird dann entweder der Motortank oder der Aufbautank mit LPG befüllt. Es wurden ACME Stutzen verbaut, in Deutschland die üblichste Anschlussart der Tanksäulen. Es muss also nicht jedes mal ein Adapter angeschraubt werden…der dann die Füllgeschwindigkeit auch noch reduziert. In die Befüllschläuche sind Gasfilter eingebunden, diese sollen verhindern, das Verunreinigungen in die Systeme gelangen. Bei diesem Aufbau bleiben also auch die Tanks und Entnahmeeinrichtungen möglichst sauber. Aus meiner Sicht besser, als das Gas erst bei der Entnahme zu Filtern. Die Filter sind natürlich leicht zugänglich installiert und der Filtereinsatz kann bei der Wartung in wenigen Minuten ersetzt werden.

Dann unter das Wohnklo gekrabbelt und Entnahmeleitung verlegt

Der Tank, 200/180 Ltr. 450x1330mm, wurde für den Einbau vorbereitet…

Multiventil montiert, Betankungsschlauch-Adapter, dort kommt der 1/2″ Füllschlauch dran…

Da soller hin…

Passt so wie soll…und das geile…

…wie von Anfang an geplant…UNSICHTBAR…so muss das sein. Aber nich lange ausgeruht…

Injektorhalter…in schigg…wurde angefertigt…

…dann die 426 Kabel mit dem Fahrzeug und den Gasanlagenkomponenten verbunden…dann Schläuche…Schellen und so kram…am Ende sah es dann so aus…

Das also nicht nur für die Funktion…sondern auch bissl was fürs Auge…weil man das ja auch so schön sieht…unter der teppichbeklebten GFK Motorabdeckung….hrhrhr….egal….kann man schon mal so machen. Es folgte die Betankung…und dann wurde es digital…Laptop angestöpselt grobe Einstellung macht die Anlage allein…dann wurden so 150 Testkilometer gefahren, für die Feinabstimmung.

Es folgte die positive Begutachtung und Legalisierung des Umbaus…

…Anhängelast wurde auch noch geprüft und eingetragen.

Nebenher gab es aber noch andere Baustellen…in der Fahrzeugelektrik, Starter, Zündung…da hat sich mal einer sowas von grob ausgetobt…ick habe das gemetzel schon verdrängt…aber da gingen glaube 1,5 Tage drauf das wieder so hinzufummeln, wie es sein soll…ein Dodge Bauteil…verhilft dem Chevy nun sein Tagwerk zu verrichten, warum auch nicht… 🙂

Weiterhin war der Absorberkühli nicht an das Aufbaugassystem angeschlossen, was dem autarken „Leben“ nun nicht so zuträglich war.

Bei der „Besichtigung“ wurde mir klah…wieso der Vorbesitzer sich das gespart hat…mit der Gasleitung vom Kühlschrank…einmal runter, dabei um 4 Ecken…dann unter dem Fahrzeug einen Weg auf die andere Seite des Fahrzeugs suchen…dann wieder über 27 Ecken hoch um am Absperrhahn anzukommen.

War mir aber egal…so nen Kühlschrank gehört ans Gas angeschlossen…und einfach kann jeder…

Vorletzte „Nebenbeibaustelle“ war nun…ein Rohr verlegen…großes Rohr…weil V8…und da muss schon männliches Rohr verlegt werden.

Vorher…

Nachher…

…jup…ick weeß…so nen 3″ Rohr…sieht an so nem grossen Fahrzeug…naja…ick meen…man muss ja nich immer protzen wah?

Nu aber die allerletzte Baustelle…

…der Gastank für den Wohnaufbau. Dieser ersetzt demnächst die zwo 11kilo Buddeln. Zukünftig steht nun mehr Volumen zur verfügung, der Hauptgrund war aber, das Staufach von den Buddeln zu befreien und mit allerhand Kram für die nun kommenden Reisen voll zu stopfen…also sowas wie nen Kunstrasenteppich, Kleingartenzaunteile für die Separierung des Geländes vor dem Fahrzeug, Trucker-Holz-Pantoffeln…hmm….what ever…geht mir nix an.

Ahoi…das wars…

Moment, nicht ganz…das Fahrzeug bewältigte die ca. 600km lange Heimreise ohne zicken, mucken, murren…der Owner ist sogar der Meinung er habe nun ein wenig mehr Power zur Verfügung…ob das nun Einbildung ist, am Luftdruck da im Westen liegt, Rückenwind oder dass vor der Abfahrt noch mal der Darm entleert wurde…wer weiss das schon…alles was nicht schlechter als vorher ist….ist ein Erfolg.

wünsche viel Spass beim Vergasen…

#ENDE#

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